06Aug

Grado - nicht nur ein Kurort, direkt an der Adria

Der Hafen ist das Herz der Stadt. Das war schon in der Antike so, als Grado Hafen des nahen Aquileia war. Idyllisch mitten in der Altstadt gelegen, prägt er bis heute Leben und Optik des zwischen Triest und Venedig gelegenen Städtchens mit 8000 Einwohnern.

Am Wochenende liegt hier manch schicke Motoryacht vor Anker, während der Woche gehört der Hafenkanal Fischer-, Segel- und Ausflugsbooten. Das nebeneinander von verhaltenem Glanz und Bodenständigkeit ist nicht der einzige Vorzug des Inselstädtchens an der nördlichen Adria. Grado ist Fischerdorf und Badeort, Urlaubsziel und Kleinstadt - und als solche besonders ansehnlich geraten.

Die Altstadt ist mit ihren Gassen und Plätzen, Restaurants und Cafés, mit leuchtend Rosa blühendem Oleander und der schönen frühmittelalterlichen Basilika Sant Eufemia schlicht berückend. Bewohner und Besucher flanieren jetzt wieder ohne Corona-Sorgen über die Promenade zwischen Jugendstilvillen und blauer Adria. Drei Kilometer Strand, die nie im Schatten liegen, machen die Stadt zusätzlich attraktiv.

Ihre touristische Laufbahn begann sie im 19. Jahrhundert mit höchsten Weihen, als Österreich - Ungarns Kaiser Franz Joseph I. per Erlass die "Kur - und Badeanstalt Grado" gründete. Außer einigen Bauten - und einer österreichischen Gästemehrheit - ist aus der K.-u.-K.- Ära eine Grundruhe geblieben, die hier selbst in den trubeligen Sommewochen spürbar ist.

Wie eh und je prägt das Meer in Grado das Leben. der Tag beginnt mit dem Geschrei von Möwen und endet mit dem Genuss von Meeresfrüchten und lokalem Wein, vielleicht im Restaurant "Zero Miglia" der Fischer - Kooperative am Hafenkanal. Trotz des langen Damms, der das Städtchen mit dem Festland verbindet, und einer weiteren Straßenbrücke fühlen sich die Gradeser als Insulaner; die Lage zwischen Meer und Lagunge ist identitätsstiftend. Und sie bietet gute Möglichkeiten für alle, die Ruhe und Abstand suchen: Nur wenige Bootsminuten von der Altstadt entfernt eröffnet sich eine glitzernde Wasserwelt, in der Vögel, Mücken und die Gezeiten das Sagen haben.

Der nächste Flughafen, um Grado mit BLISSAIR zu erreichen, ist Triest und liegt gerade einmal 22 Kilometer entfernt.

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